Verabreichungsformen
Die Therapie kann mit Tabletten, Tropfen, Zäpfchen, Pflastern,
Infusionen und/oder Injektionen erfolgen. Die Verabreichungsform
ist dabei von der Therapie abhängig, genaueres wird Ihnen
persönlich erklärt. In besonderen Fällen ist
die Anlage eines Portsystems notwendig.
Chemotherapie
Chemotherapie ist ein Oberbegriff für Behandlungen von
Krebserkrankungen nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Die Therapien werden mit Infusionen, Spritzen oder Tabletten
durchgeführt und können überwiegend ambulant
gegeben werden. Für Dauerinfusionen - über mehrere
Tage - kommen die Patienten täglich für einige Stunden
in unsere Praxis und werden hier umfassend betreut.
Immuntherapie
Unter einer Immuntherapie versteht man eine Behandlung, die
bestimmte Strukturen einer Tumorzelle (oder einer
anderen Zelle) nutzt, um dort gezielt zu binden und die Zelle
zu zerstören. Hierbei wird auch das körpereigene
Abwehrsystem aktiviert. Eine Antikörpertherapie z.B. mit
Rituximab oder Herceptin hat ihren Stellenwert in der Behandlung
bestimmter Tumorformen, ebenso wie sogenannte Zytokine wie
Interleukin 2 oder Interferon.
Antibiotika und Virustatika
Eine ambulante Therapie mit Antibiotika und Virustatika, in
Form von Tabletten oder Kurzinfusionen kommen u. a. bei abwehrgeschwächten
Tumor- und HIV-Patienten in Frage sowie auch für Patienten,
die nach einer Transplantation eine erhöhte Infektionsneigung
zeigen.
Transfusionen
Transfusion ist ein Oberbegriff für Übertragungen von roten Blutkörperchen (Erythrozyten),
Blutplättchen (Thrombozyten), Immunglobulinen und Therapien mit Gerinnungsfaktoren.
Die Gabe von Blutprodukten kann ambulant durchgeführt
werden.
Wachstumsfaktoren
Da einige Chemotherapieformen sehr stark die Blutbildung beeinflussen,
kann man mit sog. Wachstumsfaktoren die Blutbildung stimulieren
und somit zu einer schnelleren Erholung beitragen. Hierbei kann G-CSF
die Zahl der weißen Blutkörperchen, die wichtig
für die Infektabwehr sind, erhöhen. Erythropoietin
kann positiven Einfluss auf die roten Blutkörperchen
nehmen, die den Sauerstoff-Transport im Körper bewerkstelligen,
so dass evtl. eine Bluttransfusion vermieden werden kann.
Die Medikamente werden unter die Haut als kleine schmerzfreie
Injektion gespritzt.
Endokrine Therapie
Einige Tumore wachsen vermehrt unter dem Einfluss körpereigener
Hormone. Daher ist eine Hemmung der Hormonbildung oder eine
Blockierung der Hormonwirkung, die endokrine Therapie, ein
mögliches Wirkprinzip zur Behandlung dieser Tumore wie
z. B. beim Brustdrüsenkrebs oder beim Prostatakrebs.
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